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Yoga ist weit mehr als körperliche Übungen. Wer Yoga fundiert unterrichten möchte, braucht neben Praxis auch Verständnis für Philosophie, Werte, Anatomie und die psychologische Wirkung der Übungen. Impulse-Dozentin Andrea Seifert erklärt, welche Aspekte in der Ausbildung besonders wichtig sind, sowohl für die eigene Entwicklung als auch fürs Unterrichten.
Yoga als Lebensweg
Yoga ist eine jahrtausendealte Philosophie. Alte Schriften wie die Yoga Sutras oder die Bhaghavad Gita vermitteln Werte wie Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit und Selbstreflexion. Atemübungen, Meditation und Bewegung helfen, achtsam mit sich selbst und anderen umzugehen, innere Klarheit zu gewinnen und emotionale Balance zu entwickeln. Yoga wird so zur ganzheitlichen Praxis, die Körper, Geist und Seele verbindet.
Reflexion und eigene Praxis
Das Yoga-Tagebuch ist ein zentrales Werkzeug der Ausbildung. Es hilft, Fortschritte sichtbar zu machen, eigene Muster zu erkennen und die Praxis bewusster zu gestalten. Schon nach wenigen Wochen spüren viele Teilnehmende mehr Ruhe, Energie, bessere Haltung und ein stärkeres Selbstbewusstsein. Wer reflektiert übt, kann später auch empathischer unterrichten.
Gesundheit und Wirkung
Yoga stärkt Muskeln, löst Faszien und verbessert Haltung sowie Mobilität. Pranayama, das bewusste Atmen, reguliert das Nervensystem, reduziert Stress und fördert Konzentration und innere Balance. Faszien-Yoga ergänzt klassische Übungen durch fließende Bewegungen und löst tiefsitzende Spannungen – gut für Körper und Geist.
Yogastunden planen
Eine gute Yogastunde beginnt mit einem klaren Ziel: körperlich, energetisch oder emotional. Die Übungen werden nach Zielgruppe und Bedürfnissen ausgewählt. Kinder, Schwangere oder Senior:innen brauchen unterschiedliche Intensität, Dauer und Ansprache. Neben technischem Wissen zählen Empathie, Beobachtungsgabe und Flexibilität, um die Teilnehmenden individuell zu begleiten.
Professionell unterrichten
Erfolgreiche Yogalehrende verbinden Praxis und Philosophie mit professioneller Ausrichtung. Authentizität, Sichtbarkeit und Netzwerkaufbau sind entscheidend, um Teilnehmer:innen zu gewinnen. Die Ausbildung vermittelt all diese Aspekte und bereitet darauf vor, Yoga sicher, bewusst und ganzheitlich zu unterrichten.
Fazit
Yoga-Unterricht ist mehr als Körperübungen: Er verbindet Praxis, Philosophie, Reflexion und Gesundheitswissen. Wer die Prinzipien lebt und versteht, kann sich selbst entwickeln, andere authentisch begleiten und Yoga zu einer echten ganzheitlichen Erfahrung machen.

