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Oktober 2014

Impulse-Preis 2014: Die ersten Preise in der Kategorie “Beruflicher Aufstieg durch Fortbildung”

In der Kategorie “Beruflicher Aufstieg durch Fortbildung” waren sogar zwei Bewerberinnen punktgleich, so dass sich die Jury dazu entschlossen hat,  den ersten Preis in der Kategorie “Beruflicher Aufstieg durch Fortbildung” an zwei Absolventinnen zu vergeben. Während Frau Maren Akba die Jury vor allem mit ihrer Leidenschaft überzeugte, mit der sie sich in der Kinderbetreuung stets weiterbildete, gelang es Prof. Dr. Ute Vogt  mit ihrer Zielstrebigkeit und ihrem sozialen Engagement die Jury zu überzeugen.

 

Maren Akba – Von der Küchenkraft zur Ernährungs-, Erziehungs- und Entwicklungsberaterin

 

Als Maren Akba 2002 als ungelernte Küchenkraft in einem Hort anfangen durfte, war sie froh, nicht mehr in ihren erlernten Beruf als Augenoptikerin zurückkehren zu müssen. Täglich versorgte sie 200 Kindergartenkinder mit regelmäßigen Mahlzeiten und beobachtete dabei zunehmend auch welche, die auf einzelne Lebensmittel allergisch reagierten.

 

Das machte sie so neugierig, dass sie sich 2008 für ein Fernstudium zur Ernährungsberaterin entschloss. Während des Studiums merkte sie, welche Bedeutung die Ernährung für die Entwicklung „ihrer“ Kinder hat und gab schon während des Studiums Ernährungskunde-Unterricht in der benachbarten Grundschule, was ihr durch einen Kooperationsvertrag mit ihrem Kinderhortkindergarten möglich war.

 

Die Arbeit mit den Kindern erfüllte Maren Akba so sehr, so dass sie der Wissensdurst packte. Sie wollte nicht mehr nur Kinder durch die Ernährung in ihrer Entwicklung unterstützen, sondern grundlegende Kenntnisse darüber erlangen, wie die kognitiven, psychischen und physischen Eigenschaften von Kindern gefördert werden können.

 

Deshalb entschloss sie sich 2010 für ihr zweites Fernstudium zur Erziehungs- und Entwicklungsberaterin, dieses Mal an der Impulse-Schule. Eine Schulteroperation festigte zudem ihren Wunsch, ihre Tätigkeit in der Hort-Küche aufzugeben und in Zukunft an der benachbarten Grundschule ihr Wissen weiterzugeben. Schon während des Fernstudiums bewarb sie sich deshalb um den Posten als Pädagogische Mitarbeiterin/Erzieherin. Und obwohl sie Respekt davor hatte, nunmehr mit Kindern als mit Lebensmitteln zu arbeiten, bekam Maren Akba die Stelle.

 

Im Sommer 2011 begann sie ihre Tätigkeit im Bereich „Ergänzende Betreuung“ an der Grundschule. Neben der Früh- und Nachmittagsbetreuung ist sie seither auch im Schul-Unterricht tätig und unterstützt Lehrkräfte in pädagogischen Fragen. Mit ihnen führt sie am Ende eines jeden Schuljahres auch die Elterngespräche durch. Zusätzlich gibt sie weiterhin ihr Wissen im Rahmen des Ernährungskunde-Unterrichts an die Grundschulkinder weiter. Zur Gestaltung des Unterrichts nutzt sie nach eigenen Angaben dabei vor allem die im Rahmen des Impulse-Studiums erlangten Kenntnisse über Lern-Materialien und -Methoden, um die kognitiven und sozialen Kompetenzen ihrer Schützlinge zu fördern.

 

Weil sie während ihrer Grundschultätigkeit mit Konfliktsituationen zwischen Kindern, aber auch Kolleg/inn/en konfrontiert wurde, ging Maren Akba erneut auf die Suche nach einem geeigneten Studiengang. Fündig wurde sie auch in diesem Themengebiet bei der Impulse-Schule und absolvierte von August 2013 bis September 2014 erfolgreich den Lehrgang Mediator/in. Da ihr hier die grundlegenden Aspekte der Konfliktbearbeitung vermittelt wurden, soll sie sogar schon im neuen Jahr Konfliktlots/inn/en an ihrer Grundschule ausbilden.

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Fachfortbildung “Bachblütenberatung” mit Britta Remmel

Neben mehrmonatigen Fernlehrgängen bietet Impulse e.V. auch Fachfortbildungen zu den unterschiedlichsten Themen an. Diese sind ideal, um bereits vorhandenes Wissen im freien Gesundheitsbereich zu erweitern oder aber auch, um in gänzlich neue Themengebiete einzutauchen.

 

Die Fachfortbildungen sind für jeden frei zugänglich und finden meist an einem Wochenende statt. Leser/inn/en der Impulse-Facebook-Seite haben sich nähere Informationen zu den Fachfortbildungen der Schule für freie Gesundheitsberufe gewünscht, weshalb ab jetzt in regelmäßigen Abständen Fachfortbildungsvorstellungen auf unserem Blog stattfinden. Beginnen möchten wir mit der Fachfortbildung „Bachblütenberatung nach Edward Bach“.

 

Britta Remmel, Heilpraktikerin und Dozentin über ihre Fachfortbildung:

“Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Bachblüten, lernen die Teilnehmer/innen die charakteristischen Eigenschaften und Anwendungsbereiche der 38 kraftvollen Essenzen kennen. Die Blüten werden hierzu in kleinere Lerneinheiten eingeteilt und verschiedenen Gemütszuständen, wie beispielsweise Ängsten, Verunsicherungen oder mangelndes Selbstwertgefühl, zugeordnet. Es wird darauf geachtet, dass immer auch ein roter Faden erkennbar ist – dieser wird quer durch den Raum gespannt und die bereits kennengelernten Bachblüten werden darangeheftet, damit jede/r Teilnehmer/in den wachsenden Wissensstand visuell verfolgen kann. Es werden verschiedene Diagnosemöglichkeiten, wie der Einsatz eines Tensors oder eines Pendels und das gezielte Stellen von Fragen, praktisch eingeübt. Am Ende des Seminares ist jede/r Teilnehmer/in in der Lage, für sich oder andere Menschen eine Bachblütenmischung anzuraten.”

 

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Impulse-Preis 2014: Der dritte Preis in der Kategorie “Beruflicher Aufstieg”

Thomas Must – Von der Vertretungslehrkraft zum Universitätsdozenten

 

Schon gleich nachdem Thomas Must sein Geschichts- und Philosophie-Studium 2008 abgeschlossen hatte, wollte er eine Karrierelaufbahn an einer Universität einschlagen. Doch ohne Lehramtsabschluss blieben seine Bewerbungen erfolglos. Ersatzweise nahm Thomas Must Vertretungsstellen an Schulen und in der Erwachsenenbildung an – doch auch hier wurde ihm der Einstieg in den offiziellen „Lehrerberuf“ verwehrt.

 

2013 dann die Kehrtwende: Thomas Must wurde arbeitslos und wollte eine grundlegende Veränderung in seinem Leben. Um sowohl für Schulen als auch Universitäten im Bereich der Erwachsenenbildung interessanter zu werden, hatte er sich zum Ziel gesetzt, sich die pädagogischen Fähigkeiten anzueignen, die ihm zum Lehrberuf fehlten – mit dem Impulse-Lehrgang „Dozent/in in der Erwachsenenbildung“.

 

Obwohl die Agentur für Arbeit dem 31-Jährigen von diesem Vorhaben abriet, weil „solch eine Ausbildung nicht zukunftsrelevant sei“, trat er aus eigener Überzeugung und auf eigene Kosten die Impulse-Ausbildung im November 2013 an.

 

Der Lohn für sein zielgerichtetes Handeln folgte schon während der Abschlussphase des Impulse-Lehrgangs im März 2014: Auf seine Bewerbung als Universitätsdozent an der Universität Greifswald folgte eine Zusage, obgleich in der Stellenausschreibung das erste und zweite Staatsexamen gefordert waren. Die Begründung der Universität: Aufgrund seiner früheren Lehr-Erfahrungen und der Impulse-Ausbildung sei Thomas Must allemal ausreichend qualifiziert, um eine Dozententätigkeit auszuüben – auch ohne das erste und zweite Staatsexamen.

 

Seine neue Stelle habe er „vor allem dieser Ausbildung zu verdanken“. Insbesondere von den Kompetenzen und Kenntnissen, die er im Rahmen der Impulse-Ausbildung über Seminarplanung und -Durchführung erlangt hat, profitiert er nach eigenen Angaben jeden Tag.